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„Rund um den Hahneberg“" war das Motto auf der diesjährigen Herbstwanderung des Ortsverbandes Berlin. Normalerweise ist für Mitte November schon Winterbekleidung angesagt, doch diesmal zeigte sich das schöne Naherholungsgebiet noch von einer eher herbstlichen Seite. Der Aufstieg war jedoch nicht allzu schwierig. Das ehemalige innerdeutsche Mauergebiet profitierte nach dem Verfall der „DDR“ von EU-Mitteln, so daß die Wege sehr großzügig gepflastert waren. 

War innerhalb der Wanderung auch die Besichtigung des riesigen Forts Hahneberg beabsichtigt, fiel diese leider den dort schon überwinternden schutzbedürftigen Fledermäusen zum Opfer. Zum Ausgleich hatte der für die Organisation verantwortliche Vorsitzende des Ortsverbandes Dr. Jörg Krämer aber Landjäger und Schnaps eingepackt. Nach der „Gipfelerstürmung“ des Hahneberges bei ca. 200 Meter über dem Meeresspiegel wurde sich damit erst einmal ordentlich gestärkt, um dann in aller Ruhe die interessante Aussicht zu genießen. Je mehr der Vorsitzende drängte, seinem Schnaps zuzusprechen, desto lauter  wurden Vermutungen geäußert, er wolle dadurch nur seinen Sturz bei der später anstehenden Mitgliederversammlung verhindern.  

Der Hahneberg bietet ein janusköpfiges Bild. Zur einen Seite schweifte der Blick über kilometerweites Heidegebiet, zur anderen Seite über  großstadttypisches Hochhäusergebiet.

 

Über dem Hügel selber konnte man schöne bunte Drachen bewundern. Weniger ansehnlich ist das dort stehende kleine Observatorium, da die Graffiti-Schmierereien zwar bunt, aber nicht schön sind. Über die aeronautischen Künste der Drachenbesitzer konnte man sich amüsieren oder sie auch bewundern. 

Ausgeruht und gekräftigt marschierten wir dann beschwingt in Richtung unseres Restaurants, wo spanische und afghanische Köstlichkeiten und unsere Mitgliederversammlung auf uns warteten. Dies war allerdings nicht das einzige, was wartete. Die neugeborene Tochter der Familie Hosseini hatte morgens beschlossen, keine Lust auf die Wanderung zu haben und verzögerte geschickt die Planungen ihrer Eltern. Doch sie hatte nicht mit deren unbedingten Willen gerechnet, den Ortsverband kennenzulernen, so daß sie den ersten Teil ausfallen ließen und direkt zur Mitgliederversammlung kamen. Diese wurde dann zügig durchgeführt, der Vorsitzende wurde dank seines Schnapses nicht gestürzt. Der Austausch zwischen den Ortsverbänden und eventuelle Besuche sowie künftige Veranstaltungen wurden thematisiert. Der Antrag des Schriftwartes auf Senkung der Mitgliedsbeiträge wurde - wie jedes Jahr - abgeschmettert. Es bleibt bei 20 Euro für 2007. Diskutiert wurde auch über den ATB-Tag und über den Wunsch der Frisia Leipzig, ein Turnerband zu tragen. (Anm. des Schriftwartes: Sogar die Absicht, daß der sonst so für alles offene ATB hier einmal eine einheitliche Linie erreichen will, betont einmal mehr seine  Inkonsequenz zur sonstigen Beliebigkeit.) 

Das Mittagessen wurde dann mit der anschließenden Verdauungs(rest)wanderung bewältigt, der Sonntag konnte in aller Ruhe ausklingen.

 

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