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Die Herbstwanderung des OV Berlin stand unter dem Motto „Verbrechen in Berlin“  - nicht nur Tatort-Fans folgten den Spuren der Berliner „Tatort“-Kommissare Till Ritter und Felix Stark Anfang November. Die Kälte des Tages war da schon ein Hinweis auf den kommenden Winter in Berlin – nur wahrhaben wollte es noch niemand.

Es ging auch erst einmal  gemütlich warm und „kuschelig“ zu. Im ARD-Infocenter stimmten wir uns mittels eines Zusammenschnitts aus den 14 bisher in Berlin gedrehten Tatort-Filmen ein. So wussten auch bis dahin notorische Tatort-Muffel Drehorte und reale Schauplätze in der Hauptstadt einzuordnen.

Anschließend begann der Fußmarsch unter kompetenter Führung eines oft doch sehr kritischen Tatort-Kundigen. Die Erkundungstour stellte aber nicht nur Drehorte in verschiedenen Teilen von Mitte und Kreuzberg vor. Aktuelle soziale und gesellschaftlich-politische Ereignisse und Diskussionen – wie der illegale Aufenthalt von Migranten, Beutekunst oder das Drogenmilieu – bestimmten die Drehbücher der Krimiserie und wurden an bekannten und weniger markanten Orten im Stadtbild dargestellt: am Alexanderplatz, dem Internationalen Handelszentrum an der Friedrichstraße oder in Kreuzberger Wohnhäusern am Kottbusser Tor. Dabei blickten wir auch hinter die Kulissen auf die realen Schauplätze der Kriminalität in der Stadt.

Viele Ungereimtheiten der Serie wurden thematisiert: Ein Fensterputzer, der in der Nacht Fenster putzt? So sehr wird auch in Berlin nicht die Nacht zum Tage gemacht. Und jedes Hochhaus würde sofort gesperrt, wenn eine Außenfensterscheibe im 25. Stock zu Bruch geht, nur weil eine Person dagegen fällt. Wie sehr  Klischees aber manchmal zutreffen, konnten wir dann in Kreuzberg erfahren. Tief eingedrungen ins dortige Milieu  konnten wir uns öfters Sprüche der dortigen mehr oder weniger Einheimischen anhören. Vielleicht hatten wir aber gerade auch nur unfreiwillig das eine oder andere Geschäft in der anbrechenden Dunkelheit gestört.  Schon leicht angefroren, war man dann doch doppelt froh, als man wieder im vertrauten Heim angekommen war.

 

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